Exploring Poetics of Resistance
de_colonialanguage, [ufo ufo], Rain L. Wegmann
Kuratiert von Make-up e.V.
Make-up, Papierstraße 11, 13409 Berlin-Reinickendorf
Am 2. Juni 2026 von 18:00 bis 23:00 Uhr lädt Make-up e.V. die Öffentlichkeit zu „Exploring Poetics of Resistance“ ein, einer eintägigen Veranstaltung, die Kunst nicht nur als Beobachtung, sondern als aktive Kraft zwischen Ästhetik, Alltag und Gemeinschaft versteht. Kuratiert von Make-Up entfaltet sich der Abend als eine Reihe miteinander verbundener Erfahrungen, in denen Selbstorganisation und subtile Interventionen zu Akten politischer Handlungsfähigkeit werden.
Das Programm beginnt mit „Power Elastics“, einem körperorientierten Workshop, der Klimagerechtigkeit, sozioökologische Politik und queere-crip-feministische Praktiken miteinander verwebt. Durch spielerische Abläufe, kritische Gespräche und Gummibänder erkunden die Teilnehmenden, wie Resilienz und Elastizität zu Werkzeugen kollektiver Handlungsfähigkeit werden und uns befähigen können, uns gegen Systeme zu wehren, die sowohl Ökosysteme als auch Gemeinschaften zerbrechen.
Anschließend verwandelt de_colonialanguage den öffentlichen Raum in ein kollaboratives Archiv und lädt Passanten ein, durch interaktive Gedichtgestaltung Wörter beizusteuern, die die Kolonialgeschichte von Wedding auf den Raum übertragen. Die räumliche Dimension des Widerstands wird anschließend von [ufo ufo] weiter erforscht, dessen Videoarbeit „The Way Things Lasts“ die Entstehung selbstorganisierter urbaner Räume visualisiert und zeigt, wie Kollektive diese fragilen städtischen Umgebungen aufrechterhalten; auf die 15-minütige Vorführung des Werks folgt eine 20-minütige Fragerunde.
Im Laufe des Abends werden diese Werke im Rahmen einer Führung in den Kontext weiterreichender Fragen des politischen Handelns gestellt, während gemeinsames Essen das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft stärkt. Durch die Verflechtung von Performances, Installationen, Filmvorführungen und Dialogen schafft die Veranstaltung ein lebendiges Labor, in dem Poesie zu einer Form des Widerstands wird und die Teilnehmenden dazu einlädt, ihre Beziehung zur Stadt und zueinander neu zu überdenken.
Make-up
Make-up ist ein selbstorganisierter Non-Profit-Projektraum, eine Ateliergemeinschaft und ein Verein in Berlin. Seit Herbst 2020 befindet sich Make-up in einer ehemaligen Tischlerei in der Papierstraße, die in einen offenen Raum für kreative Begegnungen, Produktion, Diskussion, Performance, Nachbarschaft und Kunst verwandelt wurde. Der Raum bietet Ateliers für Künstlerinnen und Forscherinnen, ein Tonstudio, einen Veranstaltungsraum, eine Holzwerkstatt, eine Außenküche mit Lehmofen, einen Innenhof mit Garten und Bühne, eine Küche und zwei Saunen. Make-up ist eine Gemeinschaft von rund 15 Künstlerinnen, Freundinnen, Nachbarinnen und Besucherinnen. Es ist ein Ort für transdisziplinäre Zusammenarbeit, Solidarität, Miteinander und für gemeinsames Experimentieren.
Im Make-up ist jede*r willkommen, vorbeizukommen, an Veranstaltungen teilzunehmen und sich an Projekten zu beteiligen!
Gegründet: 2020